Book Review – Pandablues

Klappentext: 
„Charlotte kann es kauf fassen: Kann es sein, dass ihr Traummann Eric sie betrügt, noch dazu mit einer Sauberfrau? Und ihr Zoo-Praktikum als Pinguin-Pflegerin ist auch irgendwie nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Gut, dass sie sich wenigstens auf ihre Freundinnen Trine und Mona verlassen kann. Bei denen läuft anscheinend alles wie am Schnürchen. Glücklicherweise sind die auch immer da, um Charlotte aus der Patsche zu helfen. Und das ist gar nicht so selten der Fall …“

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Facts & Figures:
Autor: Britta Sabbag
Titel: Pandablues
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 253
Preis: 9.30 Euro
gelesen innerhalb: 3 Wochen

Mein Kommentar:
Wenn ich fürs Lesen eines Buches schon mehr als 1 Woche brauche, will das was heissen. Entweder habe ich wirklich so viel zu tun und absolut keine Zeit oder das Buch schafft es nicht mich zu fesseln. Ich glaube bei diesem Buch war es so ungefähr eine Mischung von beidem. Gekauft hatte ich mir das Buch im April in München. Wie von Zauberhand wurde ich von dem Panda Cover angezogen. Ich konnte nicht widerstehen und musste es kaufen. Normalerweise informiere ich mich akribisch im Vornhinein bevor ich mir ein Buch kaufe, aber wenn da ein Panda ist, schaltet es bei mir Oben irgendwie automatisch ab.
Jedenfalls war das Lesen bis Seite 180 ziemlich anstrengen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es daran lag, das dies Band 2 ist. Da ich diesen Kauf ja nicht informiert getätigt habe, wusste ich auch nicht, dass die Autorin schon einen Band 1 geschrieben hatte: Pinguinwetter. Empfand ich aber dann doch nicht als sehr schlimm, die Geschichte ist auch ohne dieses Vorwissen sehr verständlich. Aber eben trotzdem eher anstrengend. Charlotte arbeitet im Zoo als Tierpflegerin. Sie mag ihren Job, ist aber trotzdem nicht richtig zufrieden. Ihr Freund Eric verhält sich in letzter Zeit irgendwie eigenartig. Auch beim zweiten Kind ihrer Freundin Trine spielt Charlotte unbeabsichtigterweise Geburtshelferin. Na wenn schon Patentante, dann aber auch richtig. Ihre beiden Patenkinder halten Charlotte dann auch dementsprechend auf Trab. Ihre andere Freundin Mona stürzt sich erneut viel zu schnell in eine Beziehung. Und dann ist da noch Charlottes eigensinnige Familie. Alles in allem viele Dinge die gleichzeitig stattfinden, aber ich hatte das Gefühl, dass es trotzdem nirgendwo hinführte. Jedenfalls bis ab Seite 180 endlich mal eine Wende in Sicht war.
Wahrscheinlich bin ich es mir auch einfach nicht mehr gewohnt einen normalen Roman zu lesen. Bei einem Krimi ist es einfacher: Da ist einer tot, der Komissar macht seinen Job und am Ende ist der Täter gefasst. Damit weiss der Leser grundsätzlich immer genau worauf die Geschichte hinaus läuft. Bei diesem Buch aber bin ich sozusagen im dunkeln getappt und nur das ansteigen der Seitenzahlen hat mir gezeigt, dass es langsam dem Ende zu geht. Als es dann klar war, was uns die Geschichte erzählen will, wurde ich zuerst mal noch richtig sauer. Ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber schon als Kind hat es mich grauenvoll aufgeregt wenn – in Filmen, in Bücher, … – Menschen voreilige Schlüsse gezogen haben, anstatt sich mal 5 Minuten Zeit zu nehmen, um Klartext zu sprechen. Natürlich kann man da nun sagen, dass dies zur Spannung der Geschichte beitragen soll, aber mich macht das stinkig.
Zum Schreibstil und dem beinhalteten Humor kann ich sagen, dass mir dies doch sehr gut gefallen hat. Komisch war es auf jeden Fall. Allgemein war das Buch ganz ok. Als Sommer und Ferienlektüre würde ich es ganz bestimmt weiter empfehlen. Und vielleicht werde ich mir dann den ersten Teil doch noch antun. =)
Die Danksagung der Autorin am Ende fand ich über cool.
Als nächstes werde ich mich dann wohl doch wieder einem Krimi widmen. Nur so von wegen Verwirrung. Aber es ist gut, dass wir jetzt doch einmal alle wissen wie sich ein Earl Grey so fühlt.

Lieblingszitat:
„Im Grunde war das doch das Leben – nicht planbar, nicht vorhersehbar. Immer, wenn man dachte, dass man alles im Griff hatte, gab es einem einen Dämpfer, der einen wieder daran erinnerte, dass es keine Kontrolle gab, der sich das Leben fügt. Vielmehr musste man sich ihm gelegentlich fügen, egal wie viele Pläne man auch immer geschmiedet hatte. Und es war gut so“ (Sabbag 2013: 248).

Bewertung:  4.5
(Bewertung erfolgt nach dem Schulnotensystem der Schweiz: 6 = hervorragend, 5 = gut, 4 = genügend, 3 = knapp verpasst, ist auch vorbei, 2 = ganz schlecht, 1 = What?)

(my picture)

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